AKTUELLES AUS DEM GEMEINSCHAFTSGARTEN PRACHTTOMATE

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitgärtnern!

Unsere festen Gartenzeiten sind dienstags und freitags ab 16 Uhr. Darüberhinaus: einfach mal vorbeischauen!

 

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Die Prachttomate - ein offener Lern-, BIldungs- und Freiraum seit 2011. Wie lange noch?

 

Eine Baugruppe Bo11 baut auf der Hälfte unserer Gartenfläche exklusive Eigentumswohnungen. Uns droht massive Verschattung. Teile unserer Kiezaktivitäten müssen wegfallen.

 

Bezirk und Senat haben sich Anfang 2018 gegen unser Blockkonzept zur Errichtung von dauerhaft sozialen Mietwohnungen, einer Kita und einem Kiezraum ausgesprochen. Die Stadt wird weiter ausverkauft.

 

Wir wehren uns!

Gemeinsam für eine Stadt von Unten! Prachttomate und alle anderen Gemeinschaftsgärten bleiben! Liebig34, Potse, Meuterei, Rigaer94, DieselA bleiben! Syndikat lebt! Freiräume verteidigen!

 

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Gartenküche * Cocktails * Input zu "Marsch des Lebens"

06.09.20

 

Am Donnerstag 10.09.20 gibt es ab 18 Uhr aktuelle Infos zum geplanten sog. Marsch für das Leben am 19.09.20. Selbsternannte "Lebensschützer" wollen auch dieses Jahr gegen Abtreibung und körperliche Selbstbestimmung demonstrieren. Geht gar nicht! Das wtf-Bündnis organisiert den Gegenprotest ab 12 Uhr und ruft dazu auf, sich an einer queerfeministischen Raylle an fünf Orten zu beteiligen.

 

Dazu: eine weitere Ausgabe unserer Gartenküche, die für euch ein leckeres Gericht kocht. Zudem werden feinste Cocktails kredenzt. Bringt gern nen eigenen Becher mit. Alles gegen Spende.

 

Wer mitschnippeln möchte: ab 17 Uhr!

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswoche zur räumungsbedrohten Liebig34.

 

 

Der marktgerechte Patient

03.09.20

 

Das "Kiezkino im Garten" zeigt diesen Freitag, 04.09.20 gegen 20.30 Uhr den Dokumentarfilm "Der marktgerechte Patient - In der Krankenhausfabrik" von Leslie Franke und Herdelor Lorenz (2018, 82 min).

 

Der Film untersucht die Ursachen und Auswirkungen der Ökonomisierung von Kranken-häusern. Zentral hierbei war die verbindliche Einführung der sog. Fallpauschalen seit 2003. Es brauchte nicht den Härtetest einer Viruspandemie, um aufzuzeigen, wie krankmachend und entwürdigend ein auf Gewinn getrimmtes Gesundheitssystem ist mit seinen Privatisierungen, der Zweiklassenmedizin, dem Personalnotstand, engen zeitliche Vorgaben für die Versorgung und Therapien, bei denen weniger das Wohl der Betroffenen als die Rendite der Unternehmen im Vordergrund stehen. Mediziner*innen, Pflegende und Patient*innen erzählen Klartext.

 

Im Anschluss: Austausch mit einer Person der Initiative "Krankenhaus statt Fabrik".

 

Freie Räume

29.08.20

 

Kommenden Mittwoch, 02.09.20, zeigen wir den Dokumentarfilm "Freie Räume" gegen 20.30 Uhr. Regie: Tobias Frindt (2020, 101 min).

 

Insbesondere in den frühen 70er Jahren versuchten viele Jugendliche Westdeutschlands, selbstverwaltete Jugendhäuser aufzubauen, vor allem in den Provinzstädten. Den Beteiligten ging es um Selbstbestimmung, um antiautoritäre Räume ohne Kontrolle und (Konsum)Zwang. Einige mussten hart erkämpft werden, andere wurden von den Kommunen zur Verfügung gestellt, auch später in Ostdeutschland. Nicht erst heute hetzen AfD und NPD gegen diese „freien Räume“, Fördergelder sind bedroht oder werden gestrichen, Zentren von Faschos angegriffen. Ausgehend vom JUZ Mannheim zeichnet der Film ein Portrait der wechselhaften Geschichte und Aktualität dieser Kämpfe, viele Aktivist*innen kommen zu Wort.

 

Im Anschluss: Austausch mit dem Autor und mit Wolfgang Seidel (Ex-Ton Steine Scherben). Menschen aus den Jugendzentren Potse und Drugstore berichten.

 

Wilder Garten

28.08.20

 

Zweifellos ist der Garten SEIN Revier!

 

Zusammen haben wir eine Chance!

25.08.20

 

Diesen Donnerstag 27.08. zeigen wir gegen 20.30 Uhr den Dokumentarfilm "Zusammen haben wir eine Chance!" des Activistar Film and Video Production Collective (2018, 86 min).

 

Der Film dokumentiert selbstorganisierte antirassistische Bewegungen und Kämpfe seit der Wende aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen in Deutschland. Gemeinsam mit Aktivist*innen aus der Schwarzen Deutschen Community, Geflüchteten, Nachkommen der „Gastarbeiter“-Generation, einer Mapuche-Aktivistin und anderen Zeitzeug*innen reflektiert und erzählt der Film von Selbstorganisierung, Solidarisierung und Widerstandsorten im Kampf gegen Rassismus. Das in einem Land in dem Pogrome gegen People of Color und rassistische Morde und Mordserien traurige Normalität sind. Der Film setzt ein Gegennarrativ zu weißen-hegemonialen Darstellungsweisen.

 

Im Anschluss an den Film wollen wir uns mit dem Filmkollektiv sowie Protagonist*innen austauschen.

 

Zuvor ab 19 Uhr gibts was Leckeres von unserer Gartenküche. Mitschnippeln könnt ihr gern ab 17 Uhr.

 

Kiezkino im Garten

17.08.20

 

Auch dieses Jahr gibt es wieder das "Kiezkino im Garten - Filme, Diskussionen, Austausch". Den Auftakt der Filmreihe machen unsere Freund*innen der Initiative Corasol kommenden Freitag mit einem eigenen Filmabend zu Abschiebungen. Zuvor gibt es gegen 19 Uhr Küfa. Und am Sonntag zeigen wir zwei Filme zu Chile. Alle Filme der Reihe beginnen gegen 20.30 Uhr.

 

Weitere Filmabende folgen. Bei Regen unter Pavillons. Eintritt frei, Spenden willkommen.

 

Gemeinsam und achtsam sorgen wir für Infektionsschutz. Die Anzahl der Sitzplätze ist deshalb und aufgrund der Bebauung beschränkt.

 

 

 

Die Unerwünschten

Sarah Moll * 2005 * 60 min

 

Auf dem Hof des Gefängnisses der schwäbischen Kleinstadt Rottenburg, umzäunt von hohem Stacheldraht, steht ein Plastikcontainer: die Abschiebehaft. Ein Gefängnis im Gefängnis. Hier leben keine Kriminellen, sondern 45 Männer, die nie eine Straftat begangen haben. Inhaftiert sind hier größtenteils „illegal“ Eingereiste und abgelehnte Geflüchtete, die Deutschland nicht innerhalb der ihnen vorgeschriebenen Frist verlassen haben. Der Film begleitet mit intensiven Bildern sechs junge Menschen zwischen Hoffnung und Resignation, Angst und quälender Langeweile in ihren letzten Wochen, aber auch Sicherheitsbeamte, Aktivist*innen der Anti-Abschiebungsgruppe und Polizist*innen.

 

Im Anschluss: Austausch zum Film.

Gegen 19 Uhr: Küfa

Ein Abend der Initiative Corasol.

 

 

 

Sonntag 23.08.20

Chile in Revolte - Zeugnisse einer politischen Krise

Kollektiv Chile in Flammen * 2020 * 42 min * spanisch m.dt.Ut

 

Chile in Flammen

Kollektiv Chile in Flammen * 2019 * 12 min * spanisch m.dt.Ut

 

 

„No son 30 pesos son 30 años“ (Es sind nicht 30 Pesos, es sind 30 Jahre) und „Chile despertò“ (Chile ist aufgewacht). Was mit Protestaktionen von Schüler*innen gegen Fahrpreis-erhöhungen im Oktober 2019 begann, entwickelte sich zu einer landesweiten sozialen Revolte gegen einen Neoliberalismus, der sämtliche Lebensbereiche dem Profitdogma unterwirft und die Menschen inklusive der Mittelschicht für wenige Profitierende zahlen lassen. Es gab viele Tote und Verletzte auf Seiten der Aufständischen. Der Film „Chile in Revolte“ lässt Aufständische, aber auch einige ihrer Gegner*innen zu Wort kommen. „Chile in Flammen“ informiert über die Ereignisse der ersten Wochen des Aufstands.

 

Im Anschluß: Austausch mit dem Filmkollektiv und einer Person aus Chile.

 

 

Die ganze Filmreihe auf einen Blick: click on!

 

 

Super, da ist der Wurm drin!

16.08.20

 

Seit ner Weile schon können kleine Gruppen von Grundschüler*innen in unserem Garten die Wurmkompostierung erlernen. Und sich somit kostbares Wissen zu Humusgewinnung und Bodenaktivierung aneignen. Bei Interesse gern den durchführenden Verein KanTe kontaktieren.

 

 

SoMmAFeSt

08.08.20

 

Wieder ein Freiraum weniger - das Syndikat ist geräumt, unter vielfältigem Protest und Widerstand. Weitere Räumungen sind angekündigt. Und der Kran nebenan ist errichtet, um einen weiteren Eigentumsneubau der Verdrängung hochzuziehen.

 

Trotz allem und jetzt erst recht: wir laden ein zur 10. Ausgabe unseres Sommerfestes.

Samstag 15.08.20 ab 15 Uhr.

 

Lasst uns zusammenkommen, uns austauschen, neue Pläne schmieden oder einfach nur chillen und diesen Sommertag im Garten genießen!

 

Live-Musik:

Chor Lause-Ratibor

Santuravaz (kurdische traditionals) 

Luk&Truk (queer feministischer rap)

Knurrhahn (noise-rawk)

Stuhltanz (stuhlpunk)

 

Ausstellung "Vom Anfang und Ende der Lieferkette" (interbrigadas)

Redebeiträge, Infotische.

Kinderprogramm.

Tombolaverlosung mit Show und Glitter.

Ab 22 Uhr: Silent-Disko.

 

Mit Lehmofenpizza, Quiches, Gazpacho, kühlen Getränken, Kaffee & Kuchen.

 

Auf Coronaschutz achten wir gemeinsam! Sollte es im Garten zu voll werden, bietet das Aufwertungsgebiet genügend Raum für selbstorganisierte Belagerungszustände.

 

Für die Stadt von unten!

 

                              Angry Monsta. Schattenbeisserin ... Nachtaktives Wesen mit vielen 

                                  Namen. Mag Freiräume. Hasst Investor*innen und Profitgeier. Freut

                                  sich ganz dolle aufs Sommerfest!

                          

Aufruf Berliner Gemeinschaftsgärten zur Langen Nacht der Weisestraße

03.08.20

 

Das seit 35 Jahren bestehende Kneipenkollektiv Syndikat soll am Freitag 07. August 2020 geräumt werden. Wir schätzen das Syndikat als Raum des Miteinanders, wo es nicht um Profit, sondern vor allem um Begegnung und Austausch geht. Ein wichtiger sozialer Treffpunkt im Kiez - wie auch viele Gemeinschaftsgärten.

 

Solche Orte sind einer neoliberalen Stadtentwicklung ein Dorn im Auge - auch Gärten wie das Himmelbeet und die Prachttomate müssen um ihren Raum in der Stadt kämpfen. Der seit Jahren gewachsene Permakulturgarten Weiße Rose musste aufgrund der Unfähigkeit der Spandauer Bezirksverwaltung am 22.07.2020 geräumt werden. 

 

Wir schließen uns dem Aufruf zur Langen Nacht der Weisestraße am 6. August ab 20 Uhr an.

Räumung is nich!

Für die selbstorganisierte Stadt von Unten!
Freiräume verteidigen! 

 


Netzwerk Urbane Gärten Berlin
Himmelbeet
Prachttomate
Prinzesinnengarten Kollektiv
Common Grounds e.V.

 

Gakü

22.07.20

 

Morgen, Donnerstag 23.07., gibt´s endlich wieder eine Gartenküche, die zweite in diesem Jahr. Gegen 19.00 Uhr erwartet euch wie gehabt ein leckeres Gericht, mit frischen Gartenkräutern veredelt und möglichst auch aus Beständen des Food-Sharing zubereitet. Über eine kleine Geldspende freuen wir uns, falls möglich.

 

Gern könnt ihr ab 16.00 Uhr beim Vorbereiten und Schnippeln helfen. Die Kochcrew freut sich!

Für den Infektionsschutz sorgen wir gemeinsam und achtsam.

 

Wenn alles klappt bekochen wir euch zukünftig donnerstags alle 14 Tage, ansonsten eben etwas unregelmäßiger. Achtet auf Ankündigungen unter "Veranstaltungen im Garten" oder vor Ort am Zaun.

Räumung der "Weißen Rose"

21.07.20

 

Der offene Permakulturgarten "Weiße Rose" wird nach Maßgabe der Spandauer Verwaltung morgen, 22.07.20, um 8.00 Uhr endgültig geräumt und an den Bezirk übergeben werden. Das seit acht Jahren wild gewachsene wie gestaltete Mit- und Durcheinander von Obstbäumen, Sträuchern, Gemüse und Beikraut wird somit unwiderruflich zerstört, und damit ein wertvolles Ökosystem.

 

Und das obwohl seit längerem eine Kooperation mit dem Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt-Universität besteht, das den Garten als Klima-Schaugarten aufführt. Und das obwohl Karin, die Initiatorin und maßgebliche Gärtnerin der "Weißen Rose", zuletzt Kooperationen mit Bildungsträgern durchführen wollte.

Nach den Vorstellungen der verantwortlichen Stadträte von CDU und AfD soll das offenbar als Rerserve für Kleingärten geführte Grundstück geteilt und in die strenge Ordnung einer Kleingartenanlage überführt werden. Absurd aber bitter wahr: eine einmalige grüne Idylle, ein sozialer Bildungs- und Lernort wird platt gemacht für zwei herkömmliche formatierte Kleingärten!

 

Kommt zur Trauerfeier und zeigt euren Protest! Jedem Kiez ein selbstverwaltetes grünes offenes Freiraumlabor! Keine weitere Kündigung bestehender Gärten, sondern deren dauerhafte Sicherung!

 

Ort: Permakulturgarten Weisse Rose, Rhenaniastraße 36, Spandau/Haselhorst Wegbeschreibung: Rhenaniastr. 36, dann in den Wiesenweg einbiegen, links 3. Gartentür

Verkehrsverbindung: U-Bhf. Paulsternstraße, Bus 139 bis Kolonie Haselbusch

 

 

Mehr Infos: netzwerkurbanegaertenberlin.org, download!

 

Rojava

17.07.20

 

Für Samstag den 18.07. laden wir euch zusammen mit einem Berliner Netzwerk solidarischer Gruppen ab 16 Uhr zu einer Infoveranstaltung zur Situation in Rojava ein. Vor allem auch um die Situation von Frauen und Femizide wird es gehen.

 

Anlass dieser Veranstaltung ist der achte Jahrestag der Revolution in Rojava/Südkurdistan/Nordsyrien. Verschiedene solidarische Gruppen und Kampagnen rufen für den 18./19.07. zu einem globalen Aktionswochenende auf, gegen Kolonialismus, Faschismus, das Patriarchat und Femizide, ökologische Zerstörung und alle Formen der Unterdrückung.

 

Im Garten gibt´s neben Inputs auch Essen und viel Gelegenheit sich über das emanzipative Gesellschaftsprojekt Rojava und den dortigen Freiheitskampf auszutauschen.

 

Und für Sonntag 19.07. rufen WomanDefendRojava und der Berliner Jugendrat zur Demo Rise Up 4 The Revolution auf. 16 Uhr, Hermannplatz.

Memospiel

30.06.20

 

Was passt hier nicht zusammen?

 

Whose streets?

23.06.20

 

Shut down Mietenwahnsinn, 20.06.20. Raddemo ab Hermannplatz/Neukölln zum Potsdamer Platz und ab dort zur räumungsbedrohten Potse. ... Our streets!

 

TOMATENTAGE gegen Eigentum und Verdrängung

08.06.20

Auf unserer alten Gartenhälfte bereitet das Projektentwicklungsbüro Urbansky-Architekten aktuell die Baustelle für ihren Neubau vor. Ausschließlich Eigentumswohnungen der Baugruppe Bo11 sollen entstehen. Der Bagger wütet und lärmt bereits. Ein weiteres Puzzlestück im Ausverkauf der Stadt, die Stadt der Reichen. Uns droht massive Verschattung. Diese Angriffe wollen wir nicht unkommentiert lassen und laden euch in den Garten zu unseren TOMATENTAGEN ein.

 

Von Dienstag bis Samstag, 09. bis 13.06., jeweils ab 16 Uhr. Das vorläufige Programm:


Dienstag
Gärtnern / Weiterbau an der Schattenbeisser*in (freiraum-solidarisches Monster!)

Mittwoch
Spieletage mit Tischtennis, Badminton & mehr. Bringt Spiele mit! / Essen gegen Spende ab 19 Uhr / Weiterbau an der Schattenbeisser*in

Donnerstag
Bienenworkshop für groß und klein, 17 Uhr / Gartenküche gegen Spende ab 19 Uhr /                    Film "Verdrängung hat viele Gesichter" um 21 Uhr

Freitag
Gärtnern / Cocktails ab 18 Uhr / Input zu Hermann Boddin und zur Stadtgeschichte von Rixdorf und Neukölln aus feministischer Perspektive

Samstag
Live-Musik / Redebeiträge / Infotische / Instrumentenworkshop / Siebdruck / Essen / Auftritt der Schattenbeisser*in

 

An allen Tagen: Pflanzentausch, kalte Getränke, Infos, Austausch.

 

Meldet euch, wenn ihr direkt am Programm teilnehmen wollt!

Notwendige Maßnahmen gegen Corona setzen wir um. Gemeinsam, achtsam und verantwortungsbewusst.

 

 

Kein Cartoon

07.06.20

 

Kampf ums Stadtgrün

28.05.20

 

Heute vormittag versammelten sich vor dem Roten Haus diverse Klein- wie Gemein-schaftsgärtnernde sowie Umweltaktivist*innen zu einer Kundgebung: Berlin braucht MEHR Gärten! 

 

Anlass war die monatliche Zusammenkunft des Rates der Bürgermeister*innen, der sich nicht nur mit dem Kleingartenentwicklungsplan des Senats befassen wollte, sondern auch mit dessen Handlungsprogramm Berliner Stadtgrün 2030 sowie der zugehörigen Charta für das Berliner Stadtgrün. Der Senat möchte mit dieser Charta eine Selbstverpflichtung für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Stadtgrüns, zu dem auch Kleingärten und Gemeinschaftsgärten zählen, eingehen (s. auch unter "Archiv Aktuelles": 23.12.18, 02.02.19).

 

Klingt toll? Vieles bleibt schwammig, Knackpunkte werden ausgespart. Das Handlungskonzept sieht zwar vor, ein Programm "Gemeinschaftsgärten verwurzeln" aufzulegen. Doch völlig unklar bleibt, was es damit auf sich hat. Vor allem: was hilft ein mittlerweile eingesetzter Gartenbeauftragter als sog. Mittler zwischen Gärten und Verwaltung sowie eine mittlerweile aufgesetzte digitale Karte, wenn Gemeinschaftsgärten nach wie vor im Gerangel um Flächen bluten sollen und nicht vor Bebauung durch private oder kommunale Investor*innen geschützt sind? Und wenn dabei über die Köpfe der Gärtnernden und ihrer Nachbarschaft hinweg entschieden wird? Gemeinschaftsgärten als Orte des praktizierten Klima- und Naturschutzes, der Umweltbildung und der nichtkommerziellen Kiezkultur brauchen langfristige Perspektiven - und keinen dauervakanten Status der Zwischenutzung, wo jederzeit abgeräumt werden kann.

 

Stadtentwicklung bleibt Garten- und Handarbeit. Sie wird also nach wie vor von unten kommen müssen, damit sich im Sinne der klima- und gartengerechten Stadt etwas ändert (s. auch Netzwerk Urbaner Gärten Berlin).

 

Mit der Vorlage zum "Berliner Stadtgrün" und dem Kleingartenentwicklungsplan wird sich im Herbst nochmals Senat und Abgeordnetenhaus abschließend befassen. Ob sich dann der Regierende Bürgermeister Müller wieder so locker an der Kundgebung vorbeischleichen und einen anderen Eingang nehmen kann wie heute?

 

Sie sind drin!

27.05.20

 

Gestern haben wir unsere letzten Anzuchttomaten eingepflanzt. Immer wieder ein Highlight! Hoffen wir auf eine reiche Ernte von roten, orangen, gelben, schwarzen, weissen, unterschiedlich gestreiften, winzigen, mittleren und XXL-Tomaten.

 

Noch einen Schwung Tomatenpflanzen und weitere Anzuchtpflanzen bieten wir nach wie vor zum Tausch, gegen Spende oder als Geschenk!

 

Und unser aktueller Erntetisch füllt sich jeden Dienstag und Freitag mittlerweile schon recht üppig.

 

Pflanzen schauen

22.05.20

 

Wir fanden´s eine entspannte Pflanzenschau gestern im Garten, mit Nachbar*innen und Freund*innen zusammen, mit regem Pflanzentausch und hauseigenem Pizzaservice. Der war auch auf der von Bebauung akut bedrohten Freifläche nebenan sehr gefragt. Von Menschen die diesen Raum bedürfnisgerecht zu nutzen wussten.

 

Falls ihr noch Anzuchtpflanzen für Balkon, Hinterhof oder Garten benötigt - fragt uns gern! Gegen Spende oder geschenkt.

 

Auch haben wir noch selbstgenähte Masken gegen Spende ab 5 € abzugeben. Die Spende geht an die Kampagne Make Rojava Green Again. Deren Ziel: eine freie und ökologische Gesellschaft aufzubauen. Auf dem Weg dahin wurden bereits ein Bildungszentrum errichtet, viele Bäume in unterschiedlichen Regionen gepflanzt, Gemüsegärten angelegt und in Dörfern Projekte der erneuerbaren Energien mit umgesetzt.

 

Umweltamt versus Gartenprojekt

16.05.20

 

Seit zwei Jahren baut das Prinzessinnengarten Kollektiv einen neuen Standort auf dem ehemaligen St. Jacobi-Friedhof an der Hermannstraße auf. Nun ist ein schwelender Konflikt zwischen dem Neuköllner Umweltamt bzw. deren Leiter, Umweltstadtrat Eberenz (CDU, Ex-AfD) auf der einen Seite und der Evangelischen Friedhofsverwaltung als Eigentümerin der Fläche bzw. dem Gartenkollektiv auf der anderen Seite eskaliert. Letzteren droht Eberenz mit einem Zwangsgeld von bis zu 24.000 €, das fällig würde wenn seiner Rückbauanordnung vom Februar nicht entsprochen werden sollte.

Konkret geht es um die Errichtung von gärtnerischen Bauten und Beetflächen, die Eberenz weg haben möchte und um die Frage, ob bzw. inwiefern ein (zeitnah auslaufender) Flächennutzungsplan und das Naturschutzgesetz hier Anwendung finden.


Die Gärtnernden des Prinzessinnengartens in Neukölln brauchen eure Unterstützung und rufen zu einer Unterschriftenaktion auf. Weg mit der amtlichen Rückbauanordnung!

 


Um auf eine weitere Front zu verweisen: Eberenz pochte erst im März diesen Jahres in der BVV zusammen mit seiner Partei sowie der FDP und AfD bezüglich der Friedhofsfläche auf Naturschutzbelange, GRÜNE, SPD und LINKE legten neben der Grünsicherung auch Wert auf Wohnungsneubau, analog zu einem bereits zuvor beschlossenen Flächenentwicklungs-konzept. Ein Bebauungsplan ist bereits aufgelegt. Eberenz´ Antrag, die Friedhofsfläche über einen kommunalen Fonds zu kaufen, um den Naturschutz zu gewährleisten, erhielt wie zu erwarten keine Mehrheit. Ob er dieses Instrument des Flächenkaufs grundsätzlich auch für andere bedrohte grüne Freiflächen des Bezirks einzusetzen in der Lage wäre? Wir wüssten da was in der Bornsdorfer Straße!

 

In Sachen Neubau fragen wir uns allerdings auch: Wie bezahlbar werden die geplanten kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft des Prinzessinnengartens letztendlich wirklich sein? Wie sieht das bei den geplanten Neubauten auf der ebenfalls zu transformierenden Fläche des Friedhofs Jerusalem V aus? Wer wird da einziehen, um die "sozialen" Mieten, die es angeblich geben soll, bezahlen zu können? Die Verantwortlichen halten sich hier recht bedeckt.

Mehrgenerationenbaum

29.04.20

 

Leider keine große Feier aus Gründen, dafür eine gelungene Zeremonie, wie wir finden: unser Walnussbaum wird eingepflanzt und auf unterschiedliche Weise begossen. Er kann bis zu 160 Jahre alt werden, unter Umständen sogar bis zu 600 Jahre. Walnüsse für Generationen. Walnüsse für Alle. Diese Ecke der Stadt bleibt Gemeingut - wie übrigens andere auch.

 

 

La Via Campesina!

16.04.20

 

"Ökologie ohne sozialen Kampf ist nur Gartenpflege" Chico Mendes

                                                             

 #StayHomeButNotSilent

 

Vergrößern? - Auf die Fotos klicken!

Kleinbäuerlicher Widerstand weltweit!

10.04.20

 

Dieses Jahr wird es im Gemeinschaftsgarten Prachttomate aufgrund der Corona-Pandemie und der verordneten Kontaktbeschränkungen leider kein Info-Gartenfest zum Aktionstag des kleinbäuerlichen Widerstands um den 17. April herum geben. Auch andernorts müssen derartige Protestveranstaltungen ausfallen.

 

Dennoch wollen wir als Mitorganisierende nicht ganz untätig bleiben und den Kampf um freien Zugang zu Boden, Wasser, Saatgut, um Klimagerechtigkeit und gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur nun auch verstärkt digital weiterführen. Auch wenn wir denken dass physische Präsenz vor Ort, insbesondere auch was die Durchführung von Kundgebungen und Demonstrationen betrifft, unter den gebotenen Schutzvorkehrungen nach wie vor notwendig und legitim sind.

La Via Campesina rufen zum Aktionstag des kleinbäuerlichen Widerstands zu kreativen Mobilisierungen in den sozialen Netzwerken auf. La Via Campesina ist eine internationale Organisation von Landlosen, Landarbeiter*innen und Kleinbäuer*innen, die sich insbesondere für Ernährungssouveranität einsetzen und sich gegen die zerstörerischen Folgen einer profitgetriebenen Ökonomie wenden.

Die Kampagne BLOCK BAYER hat sich diesem Aufruf angeschlossen. Sie wollte ursprünglich zum Aktionstag ein Produktionswerk von Bayer-Monsanto im Rheinland blockieren.

Wir wollen uns diesen Aufrufen ebenfalls anschließen und zwar am liebsten mit euch allen zusammen! Es wäre ein deutliches Zeichen von Verbundenheit und Solidarität, wenn eine Vielzahl von Gärten wie auch andere Gruppen und Initiativen aktiv werden und diese beiden Kampagnen unterstützen.

 Zeigen wir die Stärke und Vielfalt einer globalen Bewegung des „guten Lebens für alle“!

Macht von euren fantasievollen, dezentralen und auf physikalischen Abstand bedachten kleinen Aktionen, euren Bannern, Schildern oder was-auch-immer Fotos, Videos, Audioaufnahmen und teilt diese massenhaft!

Informiert eure Nachbarschaften und Freund*innen über La Via Campesina und BlockBayer.

Für Ernährungssouveranität, Klimagerechtigkeit und Biodiversität! Weg mit dem industriellen Ernährungssystem weltweit! Weg mit Glyphosat & Co.! Unterstützt eure lokalen/regionalen Öko-Produzent*innen - sie sind es die die Welt ernähren!

Hashtags:

#StayHomeButNotSilent | #17April2020 | #PeasantsRightsNow

 

Und/oder schickt eure Dokus an: lvcweb@viacampesina.org

 

#toxictruth

 

 

Zudem: Beteiligt euch an der Pflanzen- und Saatgutbörse ab dem 17.04., 16 Uhr bis 30.04.20 auf dem Allmende-Kontor, Tempelhofer Feld!

 

Noch mehr Frühling im Garten

09.04.20

 

... auch gut zur Stärkung der Anti-Körper im verordneten Systemkreislauf.

 

Frühling im Garten

23.03.20

 

bedeutet auch Kompost umgraben - da lebt so einiges!

 "In einer Hand voll Komposterde leben mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde".

Free the soil!

 

Gartengold

10.03.20

 

Der Workshop findet nicht statt!

 

Wissen teilen, auffrischen, vertiefen, weitergeben. Mit fachkundiger Begleitung von Miren (http://workstation-berlin.org/).

 

Kommenden Sonntag 15.03.20 dreht sich von 14 bis 18 Uhr alles um den Kompost. Der Workshop startet mit einem Theorieteil. Im zweiten Teil wird´s praktisch: unser derzeitiger Drei-Kammer-Kompost wird etwas aufgepimpt und dann saisonbedingt umgeschichtet. Und wer weiss mit welcher neuen Kompostierung wir in der Folge im Garten noch so alles experimentieren werden ... oder du zuhause auf dem Balkon?

 

Willst du teilnehmen? Dann schreibe uns:  prachttomate [ at ] posteo [ dot ] de

Die Teilnahme ist für dich kostenlos. Die Plätze sind beschränkt. In den Pausen gibt´s Kaffee & Kuchen.

 

Weitere gartenbildnerische Workshops sind geplant.

 

 

Rosige Zeiten

11.02.20

Ausgesprochen schön gewachsen, und gut was zu ernten!

 

Neujahrsgrüße

01.01.20

 

... gefunden in der Nachbarschaft unseres Gartens.

 

Laterne Laterne

15.11.19

 

Letzten Dienstag feierten viele Kinder der Minimax-KIta samt Eltern und Erzieher*innen den Abschluss ihres Laternenumzugs im Garten.

 

Gruselige Zeiten

29.10.19

 

... mehr zu unseren vergangenen Aktivitäten 2019 und in den Jahren davor findet ihr über die Links "Gartenjahre 2019 - 2013", oben links

Veranstaltungen im Garten

 

Sa 26.09.20 18 Uhr

Film und Essen im Rahmen des

International Safe Abortion Day

der Gruppe darüberhinaus

 

Empfohlene Veranstaltungen

Fr 25.09.20

WeltKlimaStreik

 

Sa 26.09.20 * ab 19 Uhr

Festival von Potse & Drugstore

Tommy-Weisbecker-Haus

 

 

 

 

Newsletter:

Um sich zu unserem Newsletter, mit aktuellen Informationen und Veranstaltungen anzumelden, schickt einfach eine email an:

 

prachttomate-subscribe@lists.riseup.net

Kontakt:

Prachttomatenfrühling

Wo ist die Prachttomate?

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Bornsdorfer Str. 9[-11]

12053 Berlin

 

U7 Karl-Marx-Straße

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