AKTUELLES AUS DEM GEMEINSCHAFTSGARTEN PRACHTTOMATE

 

Mitgärtnern:

 

Aktuell jeden Samstag ab

13.00 Uhr!

 

Weitere Termine werden gesondert angekündigt.

 

Bornsdorfer Str. 9-11

nahe U-Bhf Karl-Marx-Staße

 

Prachttomate bleibt! Friedel 54 und M99 bleiben auch! Wie alle von Verdrängung bedrohten Mieter*innen! Freiräume sichern!

Freiraum

16.11.16

 

Berlin wird weiter verschachert. Menschen mit wenig Einkommen werden verdrängt. Menschen mit viel mehr Einkommen ziehen in die Aufwertungskieze. Noch das letzte freie Grundstück muss gewinnbringend veräußert und zugebaut werden. Auch unser Gemeinschaftsgarten Prachttomate ist bedroht (wir berichteten darüber). Bezirk und Senat wollen als hoheitliche Gebietssanierer bauen. Oder doch nicht? Wir werden weiterhin im Unklaren gehalten. Was in den fast sechs Jahren auf dieser Brachfläche entstanden ist, lässt sich aber nicht so einfach verdrängen. Ein wertvoller Raum ist hier mit vielen Unterstützer*innen entstanden: frei von Optimierungswahn, Individualisierungsdogma und Konsumzwang, frei um soziale und kollektivwirtschaftliche Modelle für eine andere Stadt auszuprobieren. Schützen wir diesen grün-produktiven Freiraum! Sind wir so frei!

Und solidarisch mit dem existentiell bedrohten Kiezladen und sozialen Zentrum Friedel 54!

 

KiezdemoRebellische Nachbarn - Solidarische Kieze - Stadt von Unten“

Samstag 19.11.16., 16.30 Uhr, Herfurtplatz

 

Herbstfest und Markt

08.10.16

 

Am Sonntag, den 23.10.16, gibt´s ab 14.00 Uhr im Doppelpack: unseren klassischen Floh-Tausch-Schenkemarkt uuu-huu-und ein zünftiges Gartenherbstfest. Wir announcieren erfreut die inspiriert-spassigen Sun of Shine (Showtime!) sowie eine Hälfte von Yatao (Hangzauber), desweiteren eine Suppenspeisung aus dem großen Feuerkessel, Kaffee und Kuchen, Pizza aus dem Lehmofen. Und am Ende des Reigens versammeln sich alle Wärmebedürftigen ums große Lagerfeuer. Wird prächtig!

 

Wer sich am FTS-Markt beteiligen möchte, kann wie gehabt ab 13.00 Uhr aufbauen. Kostet nix, über eine Spende freuen wir uns, ebenso über Mithilfe beim Marktauf- wie abbau.

 

Du goldiger Herbst du!

28.09.16

 

Wir ernten - neben Kartoffeln, Kürbis, Lauch, rote Beete, Paprika, Radieschen, Mangold, Zucchini, Tomaten und diversen Kräutern derzeit auch ein paar wenige Tomatillos aus Mexiko (Physalis philadelphica). Die gelb-grüne Frucht erinnert vom Aussehen her an eine grüne Tomate, geschmacklich an Stachelbeeren. Und wir bereiten schon manches für die nächste Saison vor, so zum Beispiel unser Erdbeerbeet, das wir mit den neuen Ablegern unserer alten Erdbeerpflanzen neu bestellt haben. Für die spätherbstliche Ernte haben wir im Freiland wie unter Folie noch Salat und Spinat ausgesät. Auch Knoblauch und Zwiebeln wollen wir noch in die Erde stecken. Und bald kommt eine neue Ladung mit gut abgehangenem Pferdemist, um damit die bereits abgeräumten Beete aufzufrischen.

 

Naturkosmetik

01.09.16

 

Schnuppern, riechen, zerrupfen, abwiegen, zugeben, köcheln, sieben, verquirlen ... und gleich ist die Heilsalbe aus Ringelblumenblüten, ätherischen Ölen, Wasser und Pflanzenölen fertig. Nun gut, etwa 2,5 Stunden Zeitaufwand inkl. Kräutererkundung, Erläuterungen und "Labor"betreuung war letztlich schon von Nöten. Am Ende des Workshops von Juan und Rani konnte jede*r Teilnehmende mit einem Gläschen Naturcreme nach Hause gehen - und dem Gefühl, etwas extrem Kostbares produziert zu haben.

Prachttomate 6

19.08.16

 

Große Tomatensause! Am Samstag den 27.08. steigt unser alljährliches Sommerfest "Prachttomate 6". Diesmal feiern wir zudem runde fünfeinhalb Jahre unseres Bestehens und freuen uns auf die nächsten!

 

Start ist um 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein (auch sonst), getanzt wird bis 22 Uhr. Es spielen live auf der Bühne: Son Kapital (frankophiler ChansonSka mit vielen musikalischen Anklängen, sorgten bereits 2014 für bestes Tanzvergnügen), Trilemma Taraf (Neuköllnisch-BALKANesischer Folk, vertreten mit Kontrabass, Akkordeon und Geige. Gespielt werden traditonelle Stücke und Eigenkompositionen) u.a.

Es mischen an den Tellern: Christopher Rose (Swing, Soul, Oriental Rock'n'Roll), Cup Of Jazz (Jazzylectro, Mashups), Fernan Disco (Alles und Anderes), Sabrina Golian (Funk, Soul, Disco), Ilo Pan (Soul, Boogaloo, Exotica)

 

Mit intervallweiser Dancefloor-Dusche aus dem Gartenschlauch! Und bringt eure Wasserpistolen mit!


Mit dem Geflüchtetenprojekt Creation not Frustration kann auf mitgebrachten oder vor Ort zu erwerbenden Klamotten und Taschen oder Was-auch-immer unser Piratenlogo gesiebdruckt werden. Und: der Kasper macht vom Puppentheater am Böhmischen Platz einen Spaziergang  zu uns in den Garten - ein Spaß für die ganze Tomatenfamilie, vor allem aber die Kinder.

Bei unseren Gartenführungen werden wir auch erklären, warum unsere Tomaten so dolle wachsen.

 

Es gibt Pizza ausm Lehmofen, eine Kuchen- und Salatbar und kühlste Getränke.

 

Mitsausen! Tanz die Tomate, tanz die Lauchstange! Tanz die Stadtentwicklung, tanz den 152er Block!

 

Kiezkino im Garten

11.08.16

 

Wie bereits letztes Jahr gibt es auch in diesen Sommer wieder eine kleine Kinoreihe mit (stadtentwicklungs)politischen Filmen in unserem charmant-improvisierten Gartenkino. "Kiezkino im Garten" findet in Zusammenarbeit mit dem Kiezforum Rixdorf statt. 

 

Start: jeweils 20.30 Uhr. Kein Eintritt, Spende erwünscht.

Bei Regen: Café Linus, Hertzbergstr. 32

 

 

Fr 19.08.16, "Vom Niedriglohnsektor zur Zwangsräumung", Videovortrag mit Mathias Coers und Peter Nowak

 

Berichte, Videos, Bilder, Lesung zu aktuellen Wohn- und sozialen Kämpfen mit dem Autoren und Journalisten Peter Nowak (Buchveröffentlichung "Ein Streik steht wenn mensch ihn selber macht") und dem Filmemacher und Soziologen Matthias Coers (Dokfilm "Mietrebellen"). Der Niedriglohnsektor wächst, die Mieten steigen, Mietschulden und Zwangsräumungen sind oftmals die Folgen - wie können die Kämpfe am Arbeitsplatz mit Selbstorganisationsversuchen von Mieter*innen verbunden werden? Im Anschluss - Diskussion.

 

 

Di 23.08.16, "Der Umsetzer", Spielfilm von Benno Trautmann / Brigitte Toni Lerch (D 1976, 75 Min.)

 

Der Umsetzer ist Angestellter einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft. Seine Aufgabe ist es, "renitente" Mieter*innen von abzureißenden Altbauten in Kreuzberg und Wedding zum Umzug ins Märkische Viertel zu bewegen. Hierzu arbeitet er mit allen Tricks und Mitteln. Auch den alten Nachtwächter Fritz Britz hat der Umsetzer im Visier. Ein Imagefilm soll die Wegsanierung von Menschen ins rechte Licht rücken. Der Film "Der Umsetzer" zeigt die Einsamkeit, Trostlosigkeit und Verzweiflung der Betroffenen in einfühlsamen Bildern, die auf eingehenden Recherchen beruhen. Der Film wurde mit Preisen ausgezeichnet. Im Anschluss besteht Raum für Austausch.

 

 

Di 30.08.16, "Projekt A", Dokumentarfilm von Marcel Seehuber / Moritz Springer (D 2015, 88 Min.)

 

Verschiedene, sich mehr oder weniger dem Anarchismus zuzurechnende Organisationen und Aktivist*innen versuchen im Hier und Jetzt Ansätze einer anderen, herrschaftsfreien Welt zu verwirklichen. Das Autorenduo besucht ein großes anarchistisches Treffen in der Schweiz, eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft in Barcelona, einen selbstorganisierten Anwohner*innenpark in Exarchia/Athen, einen Antikapitalisten, der spanische Banken um fast eine halbe Million Euro erleichterte, eine von diesem mitinitiierte Kooperative mit eigener Produktion und Währung, eine Anti-Atom-Aktivistin und einen Betrieb der solidarischen Landwirtschaft in München. Im Anschluss - Gespräch mit dem Co-Autor Moritz Springer.

 

Gut!

09.08.16

Was schreibt die "taz" (s. unter "Presse"), was sendet das deutsch-spanische Magazin "Culture Clash" auf multicult fm (ab 16.20 Min.)? Nachtrag: die Morgenpost zeigt einen etwas genervt wirkenden Baustadtrat Blesing, der sich trotz der bezirklichen Baubestrebungen als nicht für den Block 152 zuständig betrachtet.

DraGarten - Garten von Unten

03.08.16

 

Das Bundesinstitut für Immobilienaufgaben (BImA) und Bundesfinanzminister Schäuble wollen das Dragonerareal in Kreuzberg klassisch zum Höchstpreis verkaufen. Deshalb verzögern sie die Rückabwicklung eines Kaufvertrages mit einem Investor, obwohl sich der Finanzausschuss des Bundesrates gegen eine Privatisierung des Geländes ausgesprochen hatte. Und obwohl der Senat das Gelände mittlerweile zum Sanierungsgebiet erklärte, um dadurch ein starkes Mitspracherecht bei der Geländeentwicklung in Händen zu halten. Allerdings: Die Senatspläne garantieren aktuell nicht das, wofür die Initiative Stadt von Unten bereits seit Monaten eintritt: 100% Mietwohnungen, 100 % dauerhaft abgesichert, 100 % soziale Mieten.

Deshalb hatten Anfang Juni etwa 20 Nachbar*innen begonnen, einen kleinen Garten aufzubauen. Hierzu wurden Hochbeete gezimmert und Pflanzen eingesetzt. Der somit markierte Raum konnte auch für Kiezversammlungen und andere Treffen genutzt werden. Doch diese ersten konkreten Arbeiten zur Umgestaltung des Geländes von Unten wurden nun von der BImA wieder zunichte gemacht: sie ließ sämtliche Garteninfrastruktur räumen. Und dem nicht genug - mittlerweile strengt das BImA eine "Normenkontrollklage" gegen das Land an.

Das alles will sich die Garteninitiative aber nicht gefallen lassen, und lädt deshalb für Sonntag, 14.08. um 14.00 Uhr zur Wiedererrrichtung ihres Gartens ein. Und führt damit einen Teil dessen, was sowieso öffentlich ist, wieder einer sinnvollen Nutzung zu.

 

Sonntag ist Floh-Tausch-Schenke-Markt!

18.07.16

 

Am Sonntag, 24.07.16 habt ihr ab 14.00 Uhr Gelegenheit, euren alten wie neuen Trödel endlich einer Zweit-, Dritt- oder x-ten-Nutzung zuzuführen. Gern könnt ihr auch selbstgefertigtes Kunsthandwerk anbieten. Wir erheben keine Standgebühr, freuen uns aber wie Bolle über eine Spende (gern auch in Kuchenform) oder Mithilfe beim Auf- und Abbau der Infrastruktur (ab 11.30 Uhr) bzw. beim Verteilen der Flyer und Plakate. Sprich: den Markt machen wir alle zusammen, Dienstleistungen machen andere.

 

Unsere Tische können ab 13.00 Uhr bezogen werden. Sollten sie nicht ausreichen, empfehlen wir die mitgebrachte Decke einzusetzen.

 

Und Besucher*innen unseres Gartenmarktes dürfen sich wieder auf einen chilligen Nachmittag zwischen Markttischen, Gemüsebeeten und Bienengesumme bei Kuchen & Pizza freuen.

 

Besuchsdelegationen

03.07.16

 

Immer wieder kommen Gruppen Interesssierter aus den Bereichen Bildung, Beratung, Wissenschaft und Forschung zu uns, um unseren Gemeinschaftsgarten zu erleben, sich auszutauschen, zu vernetzen und zu diskutieren. Folgende Gruppen führten wir zuletzt durch unseren Garten:


Studierende des Mastermoduls "Urban Horticulture" im Rahmen des Studiengangs "International Horticulture", organisiert durch das Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der HU, Fachgebiet Urbane Ökophysiologie der Pflanzen


Studierende und Doktoranden der UdK, Fachgebiet Design, darunter auch ein paar Gaststudierende aus Aberdeen, unter Beteiligung von Gartenaktivist*innen der Rosa Rose


Vertreter*innen der Vereine Sozialökologie Bremen und Ökostadt Bremen/Kulturzentrum Lagerhaus (bebildert)

 

Desweiteren besuchte uns in der Folgewoche das Seminar "Food-Body-Enviroment", Fachbereich "Gender & Globalisierung" des Thaer-Instituts für Agrar- und Gartenbauwissenschaften, HU (bebildert).

 

Unser Block (152)

20.06.16

 

Während des FTS-Marktes entstanden Zaunbotschaften aus Holz und viel Farbe, mit denen später der gesamte Block an der Bornsdorfer und Saltykowstraße markiert wurde: Unser Garten, unser Block (152), unser Kiez, unsere Stadt!

 

 

Unser „Gemeinschaftsgarten Prachttomate“ wie auch das benachbarte vollintakte Hortgebäude sollen platt gemacht werden. Bezirk, Senat und Sanierungsbeauftragter planen für den „Block 152“ offenbar einen Neubau, man munkelt von einer „Sportstätte“. Unser Verein, viele Mitgärtnernde, Kinder und Schüler*innen angrenzender Einrichtungen sowie Jugendprojekte, die den Garten regelmäßig nutzen wie alle sonstigen Kiezbewohner*innen werden nicht gefragt.

 

Die sog. Bürgerbeteiligung im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße beschränkt sich auf ein zahnloses Gremium („Lenkungsgruppe“). Und darauf, dass Betroffene und Bürger*innen bei einer Präsentation ein faktisch fertiges Konzept für den Block 152 kommentieren dürfen. War´s das? Von wegen!

 

Unser Gemeinschaftsgarten leistet seit mehr als fünf Jahren wertvolle Bildungs- und Kulturarbeit. Der Garten ist für alle offen, die mitgärtnern, ihr Wissen weitergeben, mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, an den Floh-Tausch-Schenkemärkten teilnehmen, im sommerlichen Gartenkino diskutieren, Musikveranstaltungen erleben oder einfach nur entspannen wollen, ohne Konsum- und Leistungszwang. Und das in einem Aufwertungsgebiet, das mit krass steigenden Mieten und einer schick gemachten Karl-Marx-Straße nur noch wenig Raum für Menschen mit kleinem oder gar keinem Einkommen lässt.

 

Grüne produktive Stadtnatur wie die unsere scheint von den bezirklichen Entscheider*innen null Wertschätzung zu erfahren. Die letzten Brachflächen werden versiegelt, Freiräume abseits von Verwertung verschwinden.

 

Dagegen wehren wir uns. So haben wir uns mit anderen Garten- und Stadtteilaktivist*innen getroffen, in der BVV protestiert, mit einem Vertreter des Ausschusses für Stadtentwicklung gesprochen, zusammen mit der Foodcoop in der Friedel 54 eine Infoveranstaltung durchgeführt, am Kiezspaziergang in Rixdorf teilgenommen und: eine Gartenfiliale an der Karl-Marx-Straße eröffnet!

 

Wir bleiben alle! Selbstorganisation der Menschen vor Ort!

Für eine lebenswerte, öko-soziale Stadt! Stadtentwicklung machen wir!

 

Wir haben Eff Teh Ess

12.06.16

 

Unser nächster Floh-Tausch-Schenke-Markt ist am kommenden Sonntag, 19.06.16. Diesmal mit besonders großer Kinderbedarfsecke. Ihr wisst Bescheid: Ab 13 Uhr könnt ihr aufbauen, gern mit unseren Tischen. 14 Uhr geht´s los. Keine Gebühren. Über helfende Hände beim Auf- und Abbau freuen wir uns.

 

Und: Wir haben Küchenbar. Wir haben Pizza. Wir haben Aktion "Unser Block 152, unser Garten, unsere Stadt" - ein bunter Malspaß für die ganze stadtentwickelnde Familie. Wir haben Gartenführung. Wir haben Tomatenjungpfanzen für euren Balkon oder eure Fensterbank. Wir haben einen chilligen Sonntagnachmittag.

 

Lernort mit ganz viel Abenteuer

03.06.15

 

Eine Gruppe von Kindern der Kitas "Du und ich" und "Böhmische Str. 1" aus dem Richardkiez war zu Gast. Mit Begeisterung und Konzentration bereiteten die Kleinen Minitbeete für die Fensterbank zuhause vor. Ältere Kinder des Hortes der Regenbogen-Schule, die regelmäßig zu Gast sind und zeitgleich den Garten nutzten, stellten ihnen stolz ihre eigenen Beete vor. Darüberhinaus bietet unser differentiell angelegter Garten neben seinen Beeten auch kleine verwilderte Flächen, Brücken und Stege, verborgene Ecken zum Erkunden und Beklettern an - Prachttomate als Abenteuerspielplatz. Organisiert hatte diesen Schnupper-Workshop das Urban-Gardening-Projekt des Kulturlabors Trial & Error.

 

Übrigens: Studien haben herausgefunden, dass Kinder auf Brachen bzw. in naturnahen Erlebnisräumen deutlich anspruchsvollere Spiele entwickeln als auf traditionellen Spielplätzen. Ein weiteres Argument, die Freifläche der Prachttomate - wie andere - bestehen zu lassen. Noch besser: sie auszudehnen auf den Bereich des Nachbargeländes. Block 152 sind wir alle!

 

Duftender kunterbunter Garten Rollberg

01.06.16

 

Auf dem gestrigen Kiezfest in der Rollberg-Siedlung richteten ein paar Gärtnernde eine Aktionsfläche ein. Hier konnten Kinder eine große Wand bemalen - wovon die Kleinen und ganz Kleinen dann auch reichlich und mit viel spontanem Ausdruck Gebrauch machten. Zudem bestellten sie mit Kresse besäte Beete-to-go und testeten mit einem Kräuterduft-Memory ihren Geruchssinn.

 

Musiktheater

26.05.15

 

Am Sonntag, den 29.05.16, erfährt der Garten eine wundersame Verwandlung: die freie Opernproduktion Novoflot kommt und bietet im Rahmen ihrer T-House-Tour improvisierte Szenerieren mit Gesang, Tanz und Live-Musik. Zeit: 19.00 bis 22.00 Uhr. Eintritt frei.

 

Unsere Pizzabäcker backen Pizza im Lehmofen. Und unserer Gartentheke sorgt für Kühles.

 

NEU! Eröffnung einer Gartenfiliale

10.05.16

 

Nach wie vor lassen uns die amtlich bestellten Stadtplanenden im Ungewissen, was mit der Gartenfläche (und jener des benachbarten Schülerhortes) passieren soll. Völlig losgelöst von den Bedürfnissen der Menschen vor Ort und von den über Jahren gewachsenen Strukturen meinen Bezirk, Senat und angeschlossene Agenturen allein entscheiden zu können, was für eine Zukunft der "Block 152" haben soll. Alles platt machen? - Geht gar nicht! Deshalb zogen ein paar Tomatos mit vier Rollbeeten voller Blumen los, runter zur stark frequentierten Kinopassage an der Karl-Marx-Straße, um auf ihre bedrohte Existenz aufmerksam zu machen. Eine temporare Installation wurde aufgebaut. Die Gartenbotschaft ist hiermit eröffnet, 24/7. Das ist keine Stadtverschönerung.

 

Flohen Tauschen Schenken

01.05.16

 

Wo ist er denn? Wird er schon vermisst? Nachfragen von ungeduldigen Anwohner*innen gab es zumindest schon einige. Und das völlig zu Recht! Und da ist er nun endlich, unser erster FTS-Markt in diesem Jahr, und zwar am Sonntag, den 08.05.16. ab 14.00 Uhr.

 

Das Reglement ist wie gehabt: Aufbau ab 13.00 Uhr - Tische solange Vorrat reicht - keine Gebühren. Da wir nur über begrenzte personelle Ressourcen verfügen und auch keine klassischen Dienstleister sein wollen und den Markt als gemeinschaftliches Werk aller Beteiligten betrachten, freuen wir uns wie immer über eure gelegentliche Hilfe beim Aufbau des Marktes ab 11.30 Uhr. Auch mit dem Verteilen von Flyern und Plakaten im Vorfeld ist uns/euch sehr geholfen.

 

Programm: Gartenführung zum Reinschnuppern, Live-Musik, Aktion: Prachttomate bleibt! Unser Gartencafé wie unsere Pizzabackstube verköstigen euch nach Kräften.

Rätsel

24.04.16

 

Wer oder was steckt in unserer Spülwanne und erinnert uns daran, endlich das Geschirr abzuwaschen?

 

 

Auflösung hier

 

Lernwerkstatt

21.04.16

 

Auch jugendliche Geflüchtete sind in unserem Garten aktiv. In der "Holzwerkstatt" erstellen sie Mobilar und Anlagen für ihre Unterkunft in einem benachbarten Ortsteil. Damit gewinnt deren Außenbereich erheblich an Aufenthaltsqualität. Eine erste Tisch-Bank-Einheit lädt bereits zum Verweilen ein. Projektträger ist unser Partnerverein "netzwerk stadtraumkultur".

 

Grüße vom Tempelhofer Feld

17.04.15

Unterstützung

08.04.16

 

Handfeste Unterstützung erhält unser Garten derzeit von einigen Bewohner*innen einer nah gelegenen Notunterkunft für Geflüchtete. Gemeinsam ging es bereits daran, Beete für die Aussaat von Pflücksalat, Mangold und Radieschen vorzubereiten. Wir freuen uns schon auf den Moment, den garteneigenen MIxed Salad zusammen probieren zu können. Und auf jene anzustrebenden Zustände, wenn gesellschaftliche Ausschlüsse, Hierarchien und Gruppendichotomien obsolet geworden sind, an deren Konstruktionen auch "die Helfenden" bzw. "Supporters", meist Herkunftsdeutsche, mit beteiligt sind und davon profitieren.

 

***** Fünf Jahre Prachttomating - ein gemeines Gut *****

29.03.16

 

Gestern vor fünf Jahren unterzeichneten wir den ersten Nutzungsvertrag für die Prachttomate. Seither ist der Garten kontinuierlich gewachsen und nimmt weiter Form an, in Abhängigkeit der Bedürfnisse seiner aktuellen Nutzer*innen. Alle haben Teil an dem Prozess gemeinsamer Verwurzelung und Ausrichtung, an der gemeinsamen Produktion und Konsumption von Nahrungsmitteln. Damit gestalten wir einen Bereich unserer Lebensbedingungen selbst, und sei er (derzeit) noch so klein. Wir eignen uns die Stadt neu an. Gemeingut Berlin!

 

Auch unsere Freund*innen vom Allmende Kontor sind Teil dieser vielgestaltigen und bei weitem nicht nur auf urbane Gärten beschränkten Bewegung (s. Urban Citizenship, Urban Rights / Recht auf Stadt). Sie feiern dieses Jahr ebenfalls ihr Fünfjähriges, und zwar schon am Samstag, den 16.04.16 mit einem Gartenfest ab 15.00 Uhr.

 

 

Zum Angärtnern besuchte uns ein Autor der Zeitung „Neues Deutschland“. Hier findet ihr seinen Bericht.

 

Losgegärtnert

21.03.16

 

Da ging doch Einiges, kein Wunder bei den vielen tatkräftig Mithelfenden: Die Frühbeete wurden repariert, mit garteneigenem Kompost versehen und mit verschiedenen Salatsorten besät, Beete von Verdorrtem gesäubert, der gut abgelagerte Kompost zum Gebrauch verfeinert und umgeschichtet, Kräuterbeete zum Teil neu besät und beschildert sowie im Gewächshaus palettenweise Blumensamen ausgebracht und und ...

 

Tomatenputze - Küfa - Angärtnern

21.02.16

 

Die Frischluftgartenactionkulturtage 2016 sind eröffnet! Kommt vorbei, macht mit, lernen wir uns kennen!

 

WARM UP: Tomatenputze

Traditionell wollen wir die neue Saison mit dem "Großen Aufräumen" starten. Und zwar am Sonntag, den 28.02.16 um 13.30 Uhr. Wir sammeln den Müll auf, führen kleinere Reperaturen durch, machen das Gewächshaus klar, schichten den Kompost um, und planen zusammen die nächsten Schritte. Weiterer Termin: Sonntag, 06.03.16, ab 13.00 Uhr.

 

HOT HOT: Küche & Infos für alle

Am Mittwoch, den 16.03.16 um 20.00 Uhr sorgen unsere Freund*innen von der Foodcoop in der Friedel 54 für ein Lecker-Essen, alles bio und frisch und vorzugsweise regional. Und zum Nachtisch geben wir Einblicke in den Mikrokosmos "Prachttomate" und über alles was da wächst und gedeiht, kreucht und fleucht. Aktuelles Problem: den Garten möchten Bezirk und Senat weghaben. Wir aber wollen bleiben. Auch darüber wird zu reden sein.

Auch der Kiezladen in der Friedel 54, in dessen Räumlichkeiten dieser Küfa-Info-Abend stattfindet, möchte bleiben. Doch die Kündigung ist bereits ausgesprochen, bis Ende April soll dieser soziale Kieztreff raus sein. Die Mieter*innen des Wohnhauses selbst müssen sich wiederum mit heftigen Mietsteigerungen herumschlagen.

 

TAKE OFF: Angärtnern

Keine neue Gartensaison ohne ein zünftiges "Angärtnern". Zum Frühlingsanfang machen wir die Frühbeete klar, verteilen Samen für die Aufzucht auf der Fensterbank zuhause, malen Schilder für Beete und Zaun, kümmern uns um den Kompost, reparieren weiter. Das alles am Sonntag den 20.03.16 ab 14.00 Uhr. Zum Abschluss gibt´s Pizza aus dem Lehmofen.

 

 

Winterprächtig

18.01.16

 

Jahreshoroskop 2016

01.01.16

 

Stippvisite im Rathaus

11.12.15


Ein paar Gärtner*innen verteilten letzten Mittwoch Flyer vor dem Rathaus und ließen sich zur BVV-Sitzung im Rahmen der Bürgeranhörung drängende Fragen vom Bezirksamt beantworten.


 

Die Antworten lieferte Bezirksstadtrat Blesing: 1.) Der Bezirk sieht im Rahmen des sanierungsrechtlichen Blockkonzeptes keine Handhabe, um gegen die "bestehenden Rechtsverhältnisse" vorzugehen. Ein Grundstückserwerb durch die öffentliche Hand wird ausgeschlossen, da dies nur für eine öffentliche Infrastruktur erfolgen könne. Der Bezirk besteht darauf, dass das Blockkonzept keine Bewertungen zum Erhalt der einzelnen Nutzungen treffe und auch keine Neuordnung anstoße. Es diene der Beurteilung von Bauanfragen.

 

Von der durchaus vorhandenen und entscheidenden Rahmensetzung eines Blockkonzeptes einmal abgesehen, fragen wir uns: was ist eine "sinnvolle Lösung" zur Behebung des "städtebaulichen Missstandes", den der Bezirk für den Block 152 auszumachen in der Lage ist? Wir fordern den Bezirk dringend dazu auf, alles in seiner Macht stehende zu tun, um das auf jenem "Missstand" erwachsene Gartenmodell einer grünen und ein Mehr an Lebensqualität bietenden partizipativen Stadt zu unterstützen. Für eine neu zu errichtende bezirkliche Familieneinrichtung an der Karl-Marx-Straße ("Familienarkaden") und ein benachbartes Jugendzentrum werden Grundstücke erworben. Wieso kann dies nicht auch für ein selbstorganisiertes zukunftsweisendes Gartenprojekt möglich sein, zum Beispiel in Form einer Allmende-/Gemeingut-Nutzung? Kiezorientiert, organisiert nach transparenten Regeln, gewährleistet durch einen Verein, eine Genossenschaft, eine Stiftung. Die Grundlagen sind vorhanden. Die soziale Pflanze "Prachttomate" lebt und wächst. Reclaim the commons!

 

2.) Der jüngst erst noch per Studie festgestellte Mangel an Grünflächen im Sanierungsgebiet besteht laut Bezirk nun doch nicht, dank des benachbarten Grünzuges von Lessinghöhe/ Thomashöhe. Dieser liegt zwar jenseits der Grenzen des Sanierungsgebietes - aber: Schwamm drüber! So drohen die letzten selbstgeschaffenen, nichtkommerziellen Freiräume der Stadt plattgemacht zu werden. Betroffen wären insbesondere auch Menschen mit wenig oder gar keinem Einkommen, die den Garten mitnutzen. Das Neukölln der Aufwertung und Verdrängung kennt offenbar auch diesbezüglich kein Pardon.

Prachttomate vor dem AUS?

04.12.15

 

Im Folgenden dokumentieren wir unsere Pressemitteilung vom 04.12.15:

 

Der seit fast fünf Jahren kollektiv betriebene Nutzgarten Prachttomate in der Bornsdorfer Str. 9-11 steht derzeit im Fokus stadtplanerischer Neuordnungsbestrebungen.

 

Aktuell erarbeitet der Sanierungsbeauftragte des Landes Berlin für das Gebiet Karl-Marx-Straße, die BSG (Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH), gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt ein Konzept für den Block 152. Auf dessen Gelände befindet sich die Prachttomate - eine klassische Zwischennutzung auf einer ehemals vermüllten Brachfläche - sowie ein Hort der Regenbogenschule.

Laut Aussagen des Stadtplanungsamtes liegen für das Gartengelände mehrere Bauanträge vor. Die Verwaltung einer der beiden Privateigentümer berichtet analog von wöchentlichen Kaufanfragen. Auch die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land dürfte als dritte Eigentümerin mit der größten Teilfläche in diesem Investorenpoker ein gewichtiges Wort mitsprechen wollen.

Laut Sanierungssatzung unterliegt das Gebiet besonderen Veränderungsauflagen. Dies verleiht den im Namen von Bezirk und Senat aktiven Konzeptentwickler*innen die Möglichkeit der besonderen Einflußnahme auf die zukünftige Nutzung des Geländes, insbesondere auch was geplante Veräußerungen der Eigentümer oder den prinzipiell möglichen Grundstückserwerb durch den Bezirk angeht.

Wir Gärtner*innen und viele weitere Nutzer*innen der Prachttomate befürchten, dass die Konzeptentwickler*innen den klassischen Kategorien von Verwertung und Wohnungsneubau verhaftet bleiben - auch wenn eine Besuchsdelegation von Sanierungsbüro, Bezirk und Senat Anfang Oktober „grüne“ Nutzungen erstmal nicht ausschließen wollte.

Der offizielle Fahrplan des Bezirksamtes sieht wie folgt aus: Im ersten Quartal 2016 soll das Konzept öffentlich vorgestellt werden - Kommentare der Bürgerschaft seien hier ausdrücklich erwünscht und könnten sogar mit ins Konzept einfließen, wurde uns gesagt. Nach der Auswertung, die rein intern erfolgt, ist ein Bezirksamtsbeschluss oder ein Bebauungsplanverfahren vorgesehen. Der Einfluss der sog. Lenkungsgruppe, dem offiziellen Bürgerbeteiligungsgremium, das den Garten durchaus schätzt, dürfte mit seiner nur beratenden Stimme hierbei sehr überschaubar ausfallen.

Die Prachttomate ist ein ökosozialer Standort der nachbarschaftlichen Begegnung und des Austausches. Zugleich finden Kooperationen mit umliegenden Schulen und Kitas statt in Form gärtnerischer Workshops. Veranstaltungen wie Floh-Tausch-Schenkemärkte, Kinoabende, Ausstellungen und Feste werden durchgeführt. Eine Kita ohne eigene Außenfläche nutzt regelmäßig den Garten. Sollen diese über Jahre hinweg aufgebauten sozialen Strukturen einfach wegbrechen? Zumal wenn eine jüngst aufgelegte Studie für das Sanierungsgebiet einen Mangel an Grünflächen und an Kinder- und Jugendbetreuung auflistet? Wir wollen bleiben! Block 152 sind wir!

 

Zur nächsten BVV-Sitzung am Mittwoch den 09.12.15 um 17.00 Uhr verschenken Gärtner*innen gesunde und die Konzentration fördernde Lageräpfel aus dem Umland.

 

Lokalglobal

29.11.15

 

Vom selbstgeschaffenen grün-erholsamen Gartenmikroklima der Prachttomate in dichtbebauten Wohnquartieren

über das angeschlagene Berliner Stadtklima (grenzwertsprengende Feinstaubbelastungen durch u.a. Autoabgase an der Karl-Marx-Straße, Bau der A100) und Landesklima (Kohleabbau in der Lausitz, Massentierhaltungsfabriken)

zum auf der Kippe stehenden Erdklima ist es nur ein kurzer Gedanke und Weg, und der führt uns direkt zum Berliner Global Climate March am 29.11.15.

 

Suppenfest und FTS-Markt

29.10.15

 

Novemberglück im Garten. Am Sonntag, den 08.11.15 laden wir Euch herzlich zu unserem HERBSTFEST ein. Los geht´s um 13.00 Uhr. Das Programm verspricht einige Besonderheiten:

 

* Suppenparadies. Verschiedene Einrichtungen, Projekte und Inis aus dem Kiez und darüberhinaus kredenzen euch köstlichste Suppen. Zum Nachtisch - Infos, Ideen, Inspirationen.

* Floh-Tausch-Schenke-Markt, der Klassiker: aufbauen könnt ihr diesmal schon um 12.00 Uhr. Gebühren verlangen wir keine.

* Unsere Pizzabäckercrew feuert für euch wieder den Lehmofen an ... Kaffee, Kuchen und Waffeln gibt´s auch.

* Für Frostbeulen unter euch - wir halten euch warm mit Lagerfeuer und Feuertonnen. Kinder können Stockbrot backen.

* Live-Musik mit Hang On Beats

* Feuertanz mit Kokomini Nemesi

 

Einen Teil der Catering-Einnahmen wollen wir für ein Flüchtigen-Projekt spenden.

Sollte es wider Erwarten doch etwas feucht werden - wir haben Pavillons!

 

Die smartesten Stadtgärtner*innen ernten die dicksten Kartoffeln?

24.10.15

 

Große Dinger erbrachte die zweite Staffel unserer Kartoffelernte zwar nicht, dafür fiel sie wieder recht vielseitig aus: Violetta, Rosa Tannenzapfen, Bamberger Hörnchen und La Ratte heißen unsere alten Sorten.

EImerweise grüne Tomaten haben wir zudem geerntet, um sie paniert in der Pfanne zu braten oder zu Chatney oder Marmelade zu verarbeiten. Essen werden wir das selbstverständlich nur in kleinen Mengen - aus Respekt gegenüber dem enthaltenen Naturgift Solanin.

Die Babykürbisse werden wir als Deko verwenden bei unserem nächsten Garten-come-together, das diesmal eine ganz besondere Nummer zu werden verspricht. Infos demnächst!

Auch diverse bunte Blumenblüten haben wir "geerntet", um sie durch Pressen und Trocknen in das Wintergrau hinüberzuretten - vermutlich bald zu bewundern auf diversem Mechandise-Material der Prachttomate.

 

Kiezfest aufm Rollberg

29.09.15

 

... und ein paar Gärtner*innen rollten auch mit hoch. KInder konnten in unserer improvisierten Gartenecke Minibeete mit Kresse besäen und später mit nach Hause tragen. Und eine Wandtafel mottogerecht bemalen (und mitunter auch sich selbst).

FtS-MArkT

16.09.15

 

Unser nächster Floh-Tausch-Schenke-Markt ist am Sonntag, den 27.09.15. ab 14 Uhr. Wie gehabt: Der frühe Vogel fängt sich den besten Standplatz um 13 Uhr, vor allem aber einen Tisch. Wir verlangen keine Gebühren, doch gegen ne kleene Spende haben wir auch nichts einzuwenden.

Diesmal wird es wahr: wir backen für euch Pizza im Lehmofen, nach TomatenArt. Dazu gibt´s noch dies und das aus der Gartenküche frisch aufn Tisch. Und: endlich kommen sie, die "von der Tarantel Gebissenen" - I Pizzicati, und spielen für euch süditalienische Tanzmusik.

 

KIEZKINO im Garten

12.08.15


 

Dienstag 25.08.15 * 20.00 Uhr

Squat - La ville est à nous / Die Stadt gehört uns

Regie: Christophe Coello, FR 2011, 94 min, katalanisch/spanisch mit engl. UT

 

Der Dokumentarfilm zeigt über einen längeren Zeitraum die Aktionen des Kollektivs Miles de Viviendas (Tausende von Häusern) in Barcelona, das sich Wohnungen in Abbruchhäusern aneignet und sie in neue Lebensräume verwandelt. Die Gruppe kämpft zusammen mit Nachbarschaftsinitiativen und Bewohner*innen gegen die Verdrängung aus der Altstadt.

* Im Anschluss ist ein Austausch geplant. Mit dabei ein Stadtaktivist, der gelegentlich in Barcelona verweilt.


Freitag 28.08.15 * 20.00 Uhr

Buy buy St. Pauli

Irene Bude, Olaf Sobczak und Steffen Jörg, D 2014, 86 min.

 

Die Langzeitdokumentation zeigt den Kampf der Bewohner*innen der Esso-Häuser in Hamburg und ihrer Unterstützer*innen gegen Rauswurf, Abriss, mieterfeindliche Neubaupläne und für echte Bürger*innenbeteiligung. Zu Wort kommen nicht nur Aktivist*innen der Initiative Esso-Häuser sowie Bewohner*innen, Nachbar*innen und Gewerbetreibende, sondern auch die Politik, Investoren und eine Stararchitektin.

* Im Anschluss findet ein Gespräch mit der Co-Autorin Irene Bude statt.


Dienstag 01.09.15 * 20.00 Uhr

Wer keinen Mut hat zu träumen, hat keine Kraft zu kämpfen

Medienwerkstatt Berlin 1978/79, 80 min

 

Im Sommer 1978 fand in Berlin sechs Wochen lang das „Umweltfestival“ statt, mit erstaunlichen 100.000 Besucher*innen. Beteiligt waren Gruppen und einzelne Aktivist*innen der aufkeimenden Alternativ- und Ökobewegung. Ihr Ziel war es, mit einer Open-Air-Schau, Workshops, Diskussionen und kulturellen Veranstaltungen vor der fortschreitenden Umweltzerstörung zu warnen und praktische, mutmachende Beispiele „im Kleinen“ zu geben. Recycling, Ökostromproduktion, gesündere Ernährung, Benutzung des Fahrrades oder Papierherstellung mit einer ´Mischung von Tagesspiegel und Wasser´ wurden propagiert. Ein ganzes „Ökodorf“ entstand. Aktuelle Bezüge zum Hier und Jetzt dürften sich beim Betrachten des Films automatisch einstellen.

 

Das West-Berliner Kollektiv „Medienwerkstatt“ drehte als ein Akteur der sog. Gegenöffentlichkeit den Film auf Super-8 (später dann aufgeblasen auf 16 mm). Er verzichtet auf eine Kommentierung und lässt die Beteiligten und die Bilder für sich sprechen. Mit Musik von „Ton Steine Scherben“ und „Teller Bunte Knete“ sowie Ausschnitten einer Show des Anarcho-Kabaretts „Die 3 Tornados“.

* Im Anschluss findet ein Gespräch mit dem Mitautor und Mitveranstalter Rainer Lutter statt.


Freitag 04.09.15 * 20.00 Uhr

Lina Braake

oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat

Bernhard Sinkel, D 1975, 88 min.

 

Der 81-jährige Mieterin Lina Braake wird vom Neueigentümer ihres Mietshauses, einer Bank, aus der Wohnung geschmissen und muss in ein Altersheim. Dort überzeugt ihr Mitbewohner Gustaf Härtlein sie davon, dass sie sich nicht aufgeben darf. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, wie sie sich an der Bank rächen können …

 

 „Lina Braake“ war der erste Publikumserfolg des „Neuen deutschen Films“, der den Focus im Gefolge von ´68 auf gesellschaftskritische Inhalte legte. Die Gaunerkomödie resp. Sozialsatire erhielt 1975 den Interfilm Award (Berlinale) sowie den Deutschen Filmpreis in Silber; die Schauspielerin Lina Carstens wurde mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet.

 


Kein Eintritt, Spende erwünscht.

Bei Regen im Café Linus, Hertzbergstr. 32

 

"Kiezkino im Garten" ist eine Kooperation von Kiezforum Rixdorf (www.rixdorf.org) und Prachttomate.

Veranstaltungen:

Der FLOH-TAUSCH-SCHENKE-MARKT legt ein Herbst-/Winterpäuschen ein. Weiter dürfte es dann wieder im April nächsten Jahres gehen.

 

Kontakt:

prachttomate (ad) gmx (dot) de

Prachttomatenfrühling

Wo ist die Prachttomate?

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Bornsdorfer Str. 9, 12053 Berlin