Bedrohte Gärten - steigende Mieten - Verdrängung

28.12.17

 

An der Kundgebung am 18.11. beteiligten sich verschiedene Initiativen, darunter auch das Kiezforum Rixdorf, dessen Beitrag wir als Clip dokumentieren:

 

Ein Tsunami-Unwetter fegt durch die Stadt, dessen Ursache alles andere als "naturhaft" ist ... (Mit Dank an: zweischritte.berlin)

 

 

Im Folgenden präsentieren wir Ausschnitte aus weiteren Redebeiträgen:

 

„Weltweit findet Wertschöpfung in hohem Maße derzeit durch Urbanisierung statt, Gewinne aus Immobilien sind zu einer der wichtigsten Einnahmequelle für die herrschenden Klassen geworden. Diese Dynamik gilt es zu beenden und kollektive Organisierungs- und Entscheidungsformen herauszubilden. Themen wie die Verdinglichung des gesellschaftlichen Zusammenlebens, Verdrängungsprozesse, bauliche Megaprojekte, kostenlosen Nahverkehr, ausreichende Einkommen für alle müssen mehr ins Zentrum unseres Denkens und Handelns rücken. Eine radikal sozial-ökologische Transformation der Städte ist notwendig“ (Initiative Dragoner Areal für den Stadtteil und die Stadt)

 

"Mit Bezug auf das Manifest fordern wir, das Netzwerk Urbane Gärten, Verwaltung und Politik auf: + den bestehenden urbanen Gemeinschaftsgärten sowie Projekten der urbanen Landwirtschaft eine dauerhafte Existenz in ihren Nachbarschaften zu ermöglichen + die Arbeit, die in den urbanen Gemeinschaftsgärten Berlins - zum großen Teil ehrenamtlich - geleistet wird, zu respektieren und anzuerkennen + und deshalb die Gärten als Teil der Daseinsvorsorge und der ökologischen Infrastruktur zu deklarieren und urbane Gemeinschaftsgärten von Miet-/Pacht oder Nutzungsentgeltzahlungen zu befreien" (Netzwerk Urbaner Gärten Berlin)

 

„Es wäre schade, wenn durch eine Teilschließung solche Projekte [wie in der Prachttomate] für unsere Kinder nicht mehr umsetzbar wären oder im schlimmsten Fall sie keinen Zugang mehr zu ihren Hochbeeten hätten" (Notunterkunft Karl-Marx-Straße/C&A-Gebäude)

 

"Statt damit beschäftigt zu sein Gärten zu verteidigen, sollten wir längst begonnen haben, 100 neue Gärten als Gemeingüter aufzubauen. Wenn „nachhaltige Stadtentwicklung“ und „Umweltgerechtigkeit“ keine leeren Worthülsen bleiben sollen, dann kann es nicht nur um einige wenige Monate mehr oder weniger für diesen oder jenen Garten gehen. Wir müssen wieder langfristig planen. Es muss darum gehen, diesen Reichtum über Generationen weiterzugeben. Warum nicht mit der Prachttomate anfangen, um ganz Berlin zu einem Garten zu machen?“ (Prinzessinnengarten)

 

 

 

Im Clip wird zuletzt ein Auszug aus dem Manifest "Die Stadt ist unser Garten" vorgestellt. Und damit diese Stadt eine grüne, bezahlbare, lebenswerte und offene Stadt wird, muss sie "von unten" umgestaltet werden. 

Freier Raum

01.12.17

 

1. Platz aber kein Platz

24.11.17

 

Was vor lauter Proteste fast unter ging: Beim diesjährigen sportlich-lockeren Gartenwettbewerb der Grünen Liga konnte in der Kategorie "Nachbarschaft und Mieter*innengärten" der Gemeinschaftsgarten Prachttomate nach Dafürhalten der sicherlich hochkarätig besetzten Jury den sage und schreibe Ersten Platz abstauben. Dank dafür! Auch für das schicke Insektenhotel sowie den Einkaufsgutschein. 

 

Keinen Platz mehr scheint es absurderweise nach Dafürhalten der Politik für den Garten selbst zu geben. Teilfläche weg, nächste Teilfläche auch bald weg und Aus-die-Tomate? Preisfrage: Welche Platzierung würde derzeit die Politik in der Kategorie "Stadtentwicklung von und für die Bewohner*innen" erreichen?

 

Nachtrag: Eine Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zitiert den ebenfalls am Festakt teilnehmenden Staatssekretär Stefan Tidow wie folgt: „Die Preisträgerinnen und Preisträger leisten mit Ihren Projekten nicht nur einen Beitrag für den Klimaschutz, sie stärken mit Ihrem Engagement auch ihre Identität mit dem Wohnquartier und geben Ideen für ähnliche Projekte. Berlin zeichnet sich auch durch das Engagement engagierter Bürgerinnen und Bürger aus.“ Platz weg, aber immerhin gefeiert im Namen der Marke Berlin.

 

Vor dem Rathaus: Grüne Freiräume für die Stadt

19.11.17

 

FREIRÄUME! Kundgebung und Demo

12.11.17

 

Für kommenden Samstag, 18.11.17 rufen das Netzwerk Urbaner Gärten Berlin und 

Prachttomate auf zur Kundgebung "Grüne Freiräume bewahren", 14.00 Uhr vor dem Neuköllner Rathaus.

 

Im Anschluss besteht Gelegenheit, sich im Garten aufzuwärmen, mit Suppe, Kuchen, Tee/Kaffe, Glühwein, Snacks aus Foodsharing-Beständen und Lagerfeuer und bei Musik. Abends 18.00 Uhr startet dann die Frei(t)raum-DemoTreffpunkt Möckernbrücke. 

 

Einige Gärten des Netzwerks zeigen Soli-Flagge.

 

Endabräume

08.11.17

 

Noch einmal müssen wir ran, dann ist es geschafft und die besagte Fläche leergeräumt. Das geht natürlich am besten wenn wir viele sind. Also kommt kommenden Sonntag, 12.11.17 ab 12 Uhr vorbei. Wir freuen uns auf euch! Das Ganze bei kleinem Buffet und mit neuesten Infos vom letzten Berliner Netzwerktreffen der Gärten.

Veranstaltungen im Garten

 

Sonntag, 04.11.18, vorauss. ab 14 Uhr

Herbst-Abschluss-Gärtnern

Gründüngung, Holzmachen, Lehmofendach aufstellen, Aufräumen ...

Imbiss, warme und kalte Getränke, Lagerfeuer

 

Empfohlene Veranstaltungen

 

15.10.18, 19.30 Uhr

Vortrag und Diskusssion: Intergalaktische Solidarität und die Rückkehr zu den Gemeingütern: Die ZAD (Zone à Défendre)

Prinzessinnengarten/Laube, Moritzplatz

 

17.10.18, ab 15 Uhr

Kundgebung für das Kneipenkollektiv Syndikat.

Rathaus Neukölln

Ab 17 Uhr dann Besuch der BVV-Sitzung.

 

Zudem: ab 16 Uhr

Kundgebung vor der BVV gegen die drohende Schließung der Potse und des Drugstore

Ab Potsdamer Str. 180

 

Zudem: 16 Uhr

Vorrtag und Diskussion:

La Via Campesina: Der bäuerliche Weg für die Gesellschaftstransformation – Globalize the struggle! Globalize hope!

Mit Paula Goia

Kommode, Bebelplatz 2

 

21.10.18, 14 Uhr

Treffen für ein soziales Zentrum in Neuköllln

Heart Fear, Wildenbruchstr. 24

 

25. - 29.10.18

Kohleabbau stoppen. Hambacher Forst schützen.

Ende Gelände ruft zu massenhaftem zivilem Ungehorsam auf. 

Rheinisches Revier

 

Ende Oktober/Anfang November

Aktionstage gegen Verdrängung, nicht nur von Syndikat, Meuterei, Potse, Liebig 34 ...

Watch out!

Kontakt:

Prachttomatenfrühling

Wo ist die Prachttomate?

Openstreetmap

Bornsdorfer Str. 9-11

12053 Berlin

 

U7 Karl-Marx-Straße

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